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Maja
Maria, die schöne Aramäerin,
Hat Widerspenstiges im Sinn
Im Lande der Hebräer.
Sie schwimmt quer durchs Mittelmeer,
Steuert an der Römer Strand,
Ändert ihren Namen kurzerhand,
Nennt sich Maja ab sofort,
Achtet göttlich auf das Wachstum dort,
Benennt nach sich den Monat Mai
Und erschafft sich Majas kleine Welt dabei.
Um durch Rasten nicht zu rosten
Wandert sie gen Osten,
Leiht den Weda-Göttern Zauberkraft,
Gaukelt als Schönheit, schleierhaft, Wirklichkeit durch Bilder vor,
Öffnet Blendwerk Tür und Tor;
Verwandelt sich in eine Biene,
Reist auf exportierter Apfelsine
Aus dem warmen Indien
In das östliche Sibirien,
Wo sie ertrinkt in kalter Flut.
Nun fließt sie ausgeruht
über tausend Kilometer
Bis sie, viele Tage später,
In den Aldan mündet
Und seinen Fischreichtum begründet.
Sie setzt die Reise fort,
Mit Lena noch an Bord,
Bis zum eisigen Polarmeer dort friert sie doch zu sehr.
In einem Bauch als Embryo
Wird sie wieder warm und froh
Und wird als Mensch geboren.
Ihre Schönheit hat sie nicht verloren,
Sie mischt sich ein in das Geschick der Welt,
Damit sie ihr gefällt.
Sie ist sehr belesen
Und bezaubert durch ihr Wesen.
Seit fünfundzwanzig Jahren nun
Haben wir mit ihr zu tun,
Sie kann uns alle mit sich selbst beglücken
Und durch ihren Charme entzücken.
Wir hoffen auf ihr langes Menschenleben,
Indem wir ihr viel Liebe geben!
(für meine Schwester Maja 2000)
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